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Ruest Entfernung von Parchim: 24 Kilometer Post Postort: MestlinBahnstation BelowSchulverband. RuestLehr Lehrer Wilhelm MartinKirchspiel: Ruest - Mestlin
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Standesamtbezirk: MestlinStandesbeamter: Lehrer Erich Fründt, MestlinGendarmerie: GoldbergGemeindevorsteher: Hofbesitzer Hermann Garling, Mestlin 14 Gemeinde. 298 Einwohner
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Bartels, Rudolf, Arbeiter Hof 26 Bobzin, Dorothea, Wwe., Häuslerei 1 -Willy, Arbeiter, Häusler 1 Bremcke, Heinrich, Altenteiler, Hof 1 -Johannes, Gastwirt, Hofbes. 1, Mestlin11 Cords, Frida, Rentnerin Hof 10 - Karl, Hofbesitzer 10, Mestlin 20 - Martha, Wwe., Hof 2, Mestlin 38 - Minna, Hofpächterin 21 - Paul, Hofbesitzer 26 Dankert, Otto, Landwirt, Hof 4, Mestlin 42 Dau, Hans, Stellmacher, Hof 5 - Karl, Stellmacher, Hof 24 - Wilhelm, Kaufmann, Häusler 5 Dieckmann, Anna, Altenteilerin, Hof 23 - Fritz, Hofbesizer 4 - Paul, Hofbesitzer 23 Ehmke, Johannes, Hofbes. 12, Mestlin 21 Eschenburg, Bertha, Wwe., Hof 15 Flotow, Emil, Landwirt, Hof 7, Mestlin Gads, Paul, Straßenarbeiter, Hof 26 Garling, Hermann, Hofbes. 11, Mestlin 25 -Hermann, Hofbesitzer 14, Mestlin 14 -Johanna, Altenteilerin, Hof 11 -Sophie, Altenteilerin, Hof 14 Gehrkens, Friedr., Hofbes. 3 u. 5, Mestlin 1 Hahn, Richard, Gastwirt, Hofbesitzer 25, Mestlin 15 Hartwig, Friedrich, Obermeiler, Hof 3 Jarchow, Christian, Altenteiler, Hof 18 - Walter, Hofbesitzer 18 Köpke, Günther, Wirtschafter, Hof 3 Kröger, Dorothea, Altenteilerin, Hof 16 -Paul, Hofbesitzer 16, Mestlin 48 |
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Lappe, Friedrich, Forstarbeiter, Häusler 2 Lorenz, Hans, Büdner 1 - Wilhelm, Altenteiler, Büdnerei 1 Lübke, Adolf, Schuhmacher, Hof 21 Marten, Wilhelm, Lehrer, Schule Mielandt, Walter, Hofbesitzer 2 Molkereigenossenschaft, Mestlin 22 Möller, Johannes, Hofbes. 17, Mestlin 49 - Minna, Rentnerin, Hof17 Nehls, Joachim, Altenteiler, Hof 7 -Johannes, Hofbesitzer 13, Mestlin 13 Nieland, Walter, Hofbesitzer, Mestlin 52 Piontek, Bruno, Arbeiter, Hof 5 - Minna, Wwe., Hof 5 Prestin, Hermann, Schmied.mst., Häusl. 1 Rieck, Ernst, Hofbesitzer 24, Mestlin 10 Rüter, Ernst, Ingenieur u. Schmied, Häusler 3, Mestlin 46 - FerdinandSchmiedemeister, Büdner 2 - Hans, Schmied, Häuslerei 3 Schröder, Wilhelm, Arbeiter, Hof 5 Schulz, Erich, Molkereiverwalter, Molkerei, Mestlin 22 Soldwedel, Hermann, Hofbesitzer 9 Spar, August Arbeiter, Häuslerei 2 Steinfatt, Christian, Hofbesitzer 22 Sternberg, Franz, Kaufmann, Hof 19 - Rudolf, Hofbesitzer 19 Wagner, Marie, Wwe., Hof 3 Wahls, Erich, Hofbesitzer 8, Mestlin 16 Weltzien, Heinrich, Hofbes. 15, Mestlin 39 Westphal, Ernst, Hofbesitzer 6, Mestlin 4 Zülk, Franz, Hofbesitzer 20, Mestlin 2 |
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Einwohner von Ruest 1951/52
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Hufe IHufeIIHufe IIIHufe IVHufe VHufe VIHufe VIIHufe VIIIHufe IXHufe XHufe XHufe XIIHufe XIIIHufe XIVHufe XVHufe XVIHufe XVIIHufe XVIIIHufe XIXHufe XXHufe XXIHufe XXIIHufe XXIIIHufe XXIVHufe XXVHufe XXVI Büdner: Neubauern: Häusler:
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Emma Brenncke Ruester KrugLiesbeth Nielandt Pächter DerwanzBüthberg NeubauernDankertvor dem 1. WK zum BüthbergIlse Lynnies / WestphalIda RinscheClara WahlsHermann Soltwedel Pächter Emil PeglauHans CordsIrene HolzWerner und Hans EhmckeJohann-Georg NehlsHeinrich RadtkePaul WeltzinIda Kröger / DollaseHans MöllerElse JarchowLiesbeth DauHans ZülckWolfram Cords / AdrianSteinfatt, Voss, KientoppPaul DieckmannAlfred RieckRichard Hahn jun.Paul Cords Fritz Steinfatt Eckehardt HubertHans LorenzGünther Blodow vom Büthberg ( unvollständig)Stolz, Ratz, Heigel, Trenk, Bartolizius, Krumbis, Grigat, Trittelfitz, Bosse, Schäfer, Blödow, Riegel, Kopper, Runge, Sosnowski, Grossnik, Tolkstorf, Raudonus, Otto Dankert,Paschen, Christopher, Wahrmann, Hans Dau, Brüning,Loschewski, Krüger. Willi Bobzin, Wilhelm dau, Hermann Prestin, Ernst Rüter, August Sparr, Lappe.
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Flurnamen der alten Feldmark (bis 1833)
(B. Keuthe, unter hauptsächlicher Verwendung einer Kopieder Directorialvermessungskarte von 1777) Bade Kuhl: Bereits 1777 aufgeführt. Als Badestelle der Dorfjugend bekannt.Barckhorst: BirkenhorstBark Soll: BirkensollBaßberg, FK 1942: Bedeutung unklar. Vielleicht durch falsche Schreibweise entstanden.Bauckhorst: Buchenhorst, auch Ruge Horst genannt, im Brandmoor am Ort.Blanck Soll 1777, Dat schwat Soll, FK 1942: Das blanke oder schwarze Soll südlich von Ruest. Blank in der Bedeutung "unbewachsen".Blancke Ding, Blamkending, FK 1942: Aus Verschleifung entstanden (Blank Diek?), ein Teich am Ruester Krug. An seinen Ufern wurden früher Baumstämme zu Bretter verarbeitet. Dafür waren mehrere Gruben angelegt. Den Baumstamm legte man über die Grube. Die Säge bedienten zwei Personen, eine in der Grube, die andere stand über dem Stamm. Beim Baden in diesem Teich mußte man sich vor den vielen Untiefen vorsehen.Brand Mohr, das: Ein ausgestrecktes Moor südöstlich am Dorf mit mehreren Horsten.Brinck, in den: Eine Anhöhe zwischen dem Weg nach Kadow und dem Brandmoor südlich am Ort~ später Bleiche genannt.Budenberg: Am Ruester Krug. Buden - von Büdner.Buerfelds Soll: Nach dem daneben befindlichen Bauerfeld benannt.Bultsahl, Lütt und Grot Bült Sahl: Kleines und Großes BinsensollBüthberg: Büth-Beute, sinngemäß besser Tausch, Wechsel-das Land, welches zur Feldmark vom untergegangenen Dorf am Glockenmoor dazu kam.Capit, im: Aus dem Lateinischen, Am Ende befindlich, spitz. Hier wohl ein Wäldchen an der Stirnseite der Langstreifen eines Schlages.Deip Büthbergs Mohr: Das tiefe Moor am Büthberg.Dörpstäd, 1850: Die wüste Dorfstätte am Glockenmoor.Duncker Soll: Nach einer Person benannt.Eick Soll: EichensollEier Berg: Im Zusammenhang mit alten heidnischen (slawischen) Bräuchen zu sehen.Eier Soll: Soll am EierbergEin Eicken: Stelle am Weg nach Dinnies, darauf eine Eiche.Eller Berg: ErlenbergFelddiek: FeldteichFier Soll: In Bedeutung Vier, siehe Vier Mohr.Fleder Kuhl, Grot, Lütt: Fliederkuhle, wahrscheinlich bereits die in der Urkunde von 1352Fleisch Soll: Name eindeutigFlog Kuhlen: In der Bedeutung FleckenFulgen, die: In der Bedeutung "Füllung", Bei einer Feldvermessung als zu klein festgestellte Äcker wurden mit anderen Flächen bis zur geforderten Größe aufgefüllt. Diese waren die sogenannten Fulgen.Gottesacker. Im Kirchenbesitz oder früherer FriedhofHamburger Landstraße: Siehe Schwerinscher LandwegHassel Holtz: Mit Haselnußbüschen bestanden.Häg Sählen, die: Ein mit Büschen oder Hecken umgrenztes Stück Land mit Söllen.Hawer (Kalwer, Kavel) Soll (?), 1777, Mus Dieck, 1942: Auf der Karte von 1777-46- unleserlich. Das Soll trägt erst später den anderen Namen Mausteich.Heid Horst: Am BrandmoorHell Kölcken: Ein Kolk, mit Bäumen bestandene Grube, im nordöstlichen Zipfel. Hell mitunter aus Hölle entstanden.Hell Busch: Siehe Hell KölckenHerings Teich: FischteichHexen Kuhl: Derartige FN zeigen meistens ur- und frühgeschichtliche Siedlungsplätze an.Hoppen Häven: Hopfenhof der RuesterHormenholtz: Ein Wäldchen. Namensgebung unklar. Trat bereits 1777 wegen der unbekannten Bedeutung als Wormen- auf. Personenname oder von Wurm/Lindwurm? Ähnlich bei Grebbin: Lindenwald. Der Name soll von einem Lindwurm, der in dem Wald hauste, übertragen worden sein.Hufensoll: Auf den Bauerhufen liegend.Ihlen Sahl: Ihlen in der Bedeutung Lehm oder von Ihler (Blutegel).Käthel Kuhl: KesselkuhleKatten Pohl.- Katzenpfuhl.Katten Pohl Teich: Der Dorfteich. In ihm wurden die jungen Katzen ertränkt.Kistenberg: Enstehung des Namens unklar.Klafler, im, 1777, im Auster, 1786: Klafter-das Längenmaß (die Strecke, die ein Mann mit ausgestreckten Armen ermessen kann), Aust-hier nicht in der Bedeutung Ernte, sondern "hinten gelegen, am Hintern"Klocken Mohr: Nach der Sage der darin versunkenen Glocken des ehemaligen an seinen Ufern liegenden Dorfes unbekannten Namens.Kolck Horst 1777, Müschen Horst: Am Büthberg gelegenKräpelberg: Möglicherweise siawischen Ursprungs, Krepost-Festung, also eine Wegsperre oder ein Fluchtort, eine Umzäunung oder dergleichen.Krug, der: 1777 noch am westlichen Ortsausgang von Ruest liegend.Krumm Mohr: Nach seiner gewundenen Form.Kruth Garn, 1777, Kruth Camp: Kraut- oder Kohlgarten.Kuckucks Berg: Ein mittelalterlicher Spähberg. Er hatte mit dem Vogel gleichen Namens nichts zu tun. Man beachte die Grenzlage zum Dinnieser Felde. Wahrscheinlich aus Kiekentstanden.Lehrn Kuhl: Eine lag südlich vom Glockenmoor am Weg nach Mestlin, die zweite nördlich vom Ort am Weg nach Klein Pritz.Lütt Mohr: Kleines MoorMücken Mohr, das, 1777, Meven Moor, 1786: Mückenmoor an der alten Grenze westlich des Ruester Kruges.Mühlensoll: An der Scheide nach Klein Pritz, ein jüngerer FlumanieMümmeleken: Ein Moor nördlich am Glockenmoor. Mümmel - gelbe Teichrose.Olls Mohr: An der Grenze zu Below.Peper Soll: In der Bedeutung Pfeffer nach einer Pflanze mit pfeffrigem Geschmack, vielleicht das Pfefferkraut (Bohnenkraut).Peters Sahl: Benannt nach einer Person, ebenfalls wie die anderen Flurnamen in der Zusammensetzung mit Peter.Petersberg: siehe Peters SahLPfarr Huwe, die, 1777, Die Mestliner Pfarrhufe: Eine Hufe in der Größe von rund 20 Hektar, die dem Mestliner Pastor zur Verfügung stand.Poggen Soll: Froschsoll.-47-Primer, der: Ein slawischer Flurname in der Bedeutung Grenzwald, nordöstlich des DorfesReh Kuhl: Unveränderte Bedeutung.Rönn Tannen, die Grossen, die Kleinen: Liegen an der "neuen Scheide zu Hohen Pritz". Ein Streifen Land mit den Tannen nördlich und nordöstlich des späteren Ruester Krugs wurde vor 1777 abgetrennt und zu Hohen Pritz geschlagen. Rönn in der Bedeutung "Grenze".Rosen Horst: Nach darauf wachsenden Heckenrosen oder Malven? Flurnamen in der Verbindung mit Rosen- bezeichnen oft urgeschichtliche Bestattungsplätze (Urenfelder und dergleichen).Röth Sahl, 1777, Rith Sahl: Am Dorf. Zur Aufbereitung des Flachses, welcher ins Wasser des Solls gelegt wurde, damit die Haut der Stengel verrottete. Dabei nahm der Flachs eine rötliche Färbung an.Rüester Busch, am: Ein Waldstück an der Groß Niendorfer Scheide.Ruge Horst, Ruge Kuhl, 1777, Rüst Kuhl Soll, Rustkuhl 1786- Orte in Verbindung mit Ruge kennzeichnen meistens ur- und frühgeschichtliche Siedlungsplätze. Ruge -rauh. In unmittelbarer Nähe lag der Silberberg, ein bronzezeitliches Hügelgrab. Die Gegend ist jetzt mit Ställen überbaut. Nicht verwechseln mit der Rug Horst/Bauck Horst im Brandmoor.Ruester Krug, 1850.- Entstand 1832/33 an der Kreuzung der Wege Mestlin- Sternberg und Ruest-Groß Niendorf.Saager Kuhl: mehrere Bedeutungen möglichSauerberg: Jüngerer Flurname, in der Karte von 1777 nicht aufgeführt. Liegt zwischen Ruest und der Scheide nach Klein Pritz. In Verbindung mit Sauerampfer?Scheibe Berg, der: Der schiefe Berg, nach seiner Form benannt.Schlie Soll: SchleiesollSchwerinsche Landweg, der: Führte durch das Dorf nach Goldberg. Um 1832/33 wurden die beiden über längere Strecken parallel verlaufenden Wege nach Groß Niendorf und Schwerin ab dem Ortsausgang Ruest bis zum Ruester Krug zu einem vereinigt. Der Weg nach Groß Niendorf nannte sich auch Hamburger Landstraße. Der Schweriner Weg ist nicht mehr vorhanden.Seut Grund, 1777, Süße Grund: Nach den hier wachsenden Pflanzen.Silberberg, Silberbergs Mohr: Östlich vom Ruester Krug am Hof NielandSteinbrink: Auf der Karte von 1777 nicht verzeichnet, nordwestlich von Ruest.Timpe Sahl: In der Bedeutung Zipfel, spitzwinklig, südlich Ruest.Teufelsgraben: Der Weg von Ruest nach Mestlin, jetzt überpflügt, führte darüber hinweg. In der Nähe die Hexenkuhle und der Blocksberg, bereits auf dem Kadower Feld.Todten Kuhl: An der Grenze zu Klein Pritz am Totenberg gelegen.Torf Mohr: Hier wurde Torf gestochen.Totenberg: Der erste Berg von der Klein Pritzer Scheide nach Ruest. Wenn ein Toter zum Begräbnis nach Ruest gebracht wurde und der Leichenzug diesen Berg erreichte, begann man in Ruest die Glocken zu läuten.Trocken Büthbergs Mohr: Nordwestlich des Ruester Kruges. Vier Mohr. Nach einem in der Nähe befindlichen Acker benannt, der in vier Perioden statt der sonst üblichen drei bestellt wurde.Water Horst: Südöstlich des Ortes.Wiechel Ohrts Mohr: In neuerer Zeit: Gemeindeland. Eine Weide am Ruester Krug.Worinenholtz, vorm. Wormen- oder Hormen, siehe auch dort.Wuhrs, de, 1850: Die Wuhrten des untergegangenen Dorfes am Glockenmoor.Zegen Sahl, Lütt und Grot: Kleines und Großes Ziegensoll |
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1870/71 Gefallene
Nach einer Tafel in der Ruester Kirche:
"Carl Johann Heinrich Tiede, geboren zu Rüst am 17. November 1843, starb in Folge der Kriegsstrapatzen zu Rüst am 1. Mai 1872."
Im 1. WK Gefallene
Reservist Otto Egger 26.10.1914 Gefreiter Ernst Egger 4.10.1917 Ers.-Reserv. Wilhelm Braasch 26. 7. 1915 Füsilier Friedrich Jarchow 16.5.1918 Grenadier Heinrich Bartels 17.11.1915 Leutnant Willy Dieckmann 4.7.1918 Kriegsfreiw. Karl Jarchow 20. 3.1916 Füsilier Paul Dau 7.8.1918 Grenadier Ernst Milding 27. 7.1916 Landstpf. Friedrich Haefke 3.9.1918 Matrose August Cords 14. 8.1916
Im 2. WK Gefallene und weitere 1939-45 Verstorbene
Ernst Becker Sept. 1939 Willi Möller 18.11.1944 Karl Cords 11.8.1941 Fritz Westphal 1945 Hermann Prestien 26.6.1942 Paul Holz verm. April 1945 Friedrich Ehmcke verrn. 1943 Johannes Brenncke Mai 1945 Otto-Karl Nehls 13.12.1943 Erich Schulz Mai 1945 Hans Soltwedel 8.5.1944 Else Schulz Mai 1945 Erich Hahn 24.6.1944 Renate Schulz Mai 1945 Friedrich Rinsch verm. August 1944 Alma Nehls 6.5.1945 Ernst Rüter verm. August 1944 Frieda Ehmcke 10.12.1945 Hans Steinfatt verm. August 1944 Walter Jarchow Fünfeichen Ulrich Marten 19.8.1944 Ernst Westphal Fünfeichen Karl-Friedrich Soltwedel 4.9.1944
Bei Ruest aufgefundene tote Wehrmachtsangehörige
F 1 - Anfang Mai tot aufgefundenen, in Mestlin bestattet. Grab nicht mehr vorhanden.
F 2: Hier erschossen Soldaten der Roten Armee 4 deutsche Soldaten und 2 Nachrichtenhelferinnen. Begraben in Mestlin, Grabstelle nicht mehr vorhanden. Das waren die toten Soldaten, denen Werner Ehmcke die Soldbücher abnahm und versteckte. Nach seiner Rückkehr waren die Papiere durchnäßt und nicht mehr leserlich. Die Erkennungsmarken sollen durch Gutsarbeiter Paschen weggeworfen worden sein. Außerdem auf dem Friedhof in Mestlin eine Grabstelle mit Holzkreuz und der Inschrift:,2 unbekannte Soldaten".
F 3: Ein toter Soldat aus Röbel lag auf der Hufe XI. Wurde von seinen Angehörigen abgeholt. Ein weiterer wurde von den Frauen Cords und Hinz vorläufig begraben, kam später nach Mestlin, Grab nicht mehr auffindbar.
F 4: Im Brandmoor stöberten die Russen 7 deutsche Soldaten auf und erschossen diese. Begraben auf dem Kirchhof in Ruest, versehen mit Holzkreuzen, Gräber noch erkennbar, Stahlhelme waren noch lange Zeit vorhanden.
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Diese Aufnahme stammt ungefähr aus dem Jahre 1900 und zeigt einen großen
Teil der Ruester Bauernschaft vor dem späteren Ruester Krug.
Sitzend von links- Kröger (XVI), Soltwedel (IX), Sternberg (XIX), Rieck (I), Ehrncke (XII), Welzien (XV), Stehend von links: Wiese (IIX), Möller (XVII), Nehls (XIII), Jarchow (XVIII), Köpcke (II), Garling, auch Schimmel-Garling genannt (XIV), Dieckmann (IV), Westphal (VI), Stüdemann (XXII), H. Welzien (V).
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Landeszeitung vom 1. 7. 1952:Großbauer Wahls sabotiert unsere Gesetze Landarbeiter mit Messer bedroht - Saboteure müssen streng bestraft werden |
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Parchim (H. Eig. Ber.). Der Großbauer Wahlsaus Mestlin-Rüst hat eine Landwirtschaft von 42 ha Obwohl er oft aufgefordert wurde, seinegesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen, tat er dies nicht.Er beschäftigte mehrere Landarbeiter, hat abernoch niemals die Tarife, wie sie im Landarbeiter-schutzgesetz festgelegt sind, eingehalten. So zahlteer dem Landarbeiter Kiffe, der LandarbeiterinFährmann und deren Kindern, die bei ihm beschäf- tigt waren, niemals den vollen Tarif. Zwei Pflege- kinder hat er angenommen, die bei ihm schwerste Arbeit verrichten müssen und oft geschlagen wer- den. Aus diesem Grunde verließen nach ordnungs- gemäßer Kündigung die bei ihm beschäftigtenLandarbeiter die Arbeitsstelle, weil sie sich nicht länger ausbeuten lassen wollten. Als ihm die Land- arbeiter ihm Entschluß mitteilten, wurde der Groß- bauer Wahls ausfallend, ging zu Tätlichkeiten über und bedrohte die Landarbeiter sogar mit dem blan-ken Messer. Die Landarbeiterin Fährmann mußte sich in ihre Kammer einschließen und die Tür |
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verriegeln. Wahls warf daraufhin mit Feldsteinendie Fensterscheiben der Kammer der Landarbei-terin ein und versuchte, sie mit Steinwürfen inihrer Kammer zu verletzenDie Landarbeiterfamilien, die den Schutz des Staates gegen solche Verbrecher mit Recht verlangen, wandten sich an die SED als ihre Partei.Sie haben inzwischen durch die Unterstützungder SED die volle Hilfe der Verwaltung erhalten,während die Familie des Großbauem Wahls fürihre verabscheuungswürdige Handlungsweisezur Verantwortung gezogen wird. Alle Landar-beiter sollen wissen, daß sie in solchen und ähn-lichen Fällen den vollen Schutz der Gesetze derDeutschen Demokratischen Republik in Anspruchnehmen können, und daß sie in jedem Falle aufdie Hilfe der Partei der Arbeiterklasse, die SED,rechnen können.Die Landarbeiter der Gemeinde Rüst-Mestlin u.die Bevölkerung verlangen die sofortige Bestra-fung dieses Verbrechers und schamlosen Aus- beuters. |
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(J.-G. Nehls)
Zwischen Ostern und Pfingsten 1952 zeichnete sich eine besondere Spannung bei den Flüchtlingen ab. Hatten sie bisher einiges Zubrot bei den Bauern verdient, wollten sie plötzlich nicht mehr helfen. Es war, als ob es gesteuert wurde.
So hatten Frau Fährmann und Kiffe, die bei Wahls (Hof VIII) wohnten, jegliche Hilfe auf dem Feld urplötzlich verweigert. Wahls versuchte vergeblich, beide zur weiteren Hilfe zu bewegen. Das Hacken und Verziehen der Rüben stand vor der Tür. Wahls, 1940 wegen eines schweren Herzfehlers wehruntauglich geschrieben, verlor die Beherrschung und warf von außen mit einem Stein eine Fensterscheibe seiner eigenen Wohnung ein. Weiteres war nicht geschehen, es wurde auch kein Messer gezückt. Auf Veranlassung der beiden Frauen holte die Polizei Wahls ab und brachte ihn in ein Krankenhaus nach Schwerin. Man stellte fest, daß Wahls kein besonderer Pflegefall war. Er durfte das Krankenhaus wieder verlassen. Schließlich kam es zum Prozeß. Wahls wurde verurteilt. Die Frauen Fährmann und Kiffe zeugten gegen Wahls. Frau Wahls mußte vom Hof und wurde in Schwinz untergebracht.
Als alles gelaufen war, brachte man die Zeugen Fährmann und Kiffe nach Sachsen. Vor ihrer Verlegung brachte man sie bei mir unter, wo sie aber nicht lange wohnten. Denn sie lagen ständig dem Bürgermeister in den Ohren, weil des Nachts -".......der Besitzer Nehls auf dem Hof umherspukte".
So war die Sache Wahls und nicht anders. Es mußte ein Fall geschaffen werden, ein Fall gegen die Großbauern.
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Landeszeitung vom 4.7.1952:Großbauern in Rüst sabotieren die Gesetze Was tut der Landrat des Kreises Parchim, um solche Elemente zu bestrafen? |
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Schwerin (Eig. Ber.). Die V. Landesdelegierten-Konferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland brachte eindeutig zum Ausdruck, daß die Nichteinhaltung der Gesetze strengstens bestraft werden muß. Hier gilt es also für unsere Landräte der Kreise dafür zu sorgen, dass alle Bau- ern, die bisher wenig Verantwortungsbewusstsein zeigten, zur Verantwortung gezogen werden. Mit der Urlaubsstimmung, wie sie in einzelnen Kreis-verwaltungen zu finden ist, muß Schluß gemacht werden. Den Funktionären, die meinen, mit Ab-schluß der V. Landesdelegiertenkonferenz höre der Kampf um die termingerechte Erfüllung der Produktionspläne auf, muß eindeutig gesagt wer- den, das werden unsere Arbeiter in der Industrie-produktion nicht dulden und ihre Ablösung und Bestrafung fordern. Das gilt besonders für einzelne
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Landräte und Erfasser. Im Kreise Parchim gibt es die Großbauernge -meinde Rüst. Alle Großbauern ohne Ausnahme hinken in unverantwortlicher Weise in allen Pro- duktionen hinterher. Da ist z.B.der Großbauer Zirk. Er hat ein Auflagesoll in Schweinefleisch von 3498 kg. Geliefert hat er bis heute 259 kg. Das bis heute gelieferte Schweinefleisch reicht bei weitem noch nicht aus, um nur alleine die Rück- stände von 1951 zu decken. Deren Beispiel könn- te man noch viele anführen. Bei solchen Elemen -ten kann man nicht von „Pech in der Wirtschaft“ sprechen, das ist offene Sabotage. Der Landrat des Kreises Parchim sollte anordnen, daß verant-wortungsbewußte Erfasser in dieser Gemeinde dafür sorgen, dass das Gesetz der Pflichtabliefe- rung eingehalten wird.
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An denBauern Herrn .Georg Nehls..in .........................Mestlin.......... Betr.:Erfüllung der Ablieferungspläne 1952. Die erste Pflicht eines jeden aufrichtigen Deutschen ist es, in dem sich ständig verschär- fenden Kampf um die Erhaltung des Friedens und die Einheit unseres Vaterlandes mitzuhelfen.Dies kommt in erster Linie dadurch zum Ausdruck, darß Jeder, ob Werktätiger in der Fabrik, Bauer in der Landwirtschaft oder wo er sonst stehen mag. durch Taten beweist,daß er aktiv an diesem Kampf teilnimmt und seine ganze Kraft für die Erfüllung unseres Volkswirtschaftsplänen 1952, dem entscheidenden Jahr unseres großen Fünfjahrplanes, zurVerfügung stelltDie Landwirtschaft hat hierbei eine ganz besondere Aufgabe und deren erstes Gebot ist es. die Volksernährung in diesem gigantischen Kampf zu sichern. Der Großteil unserer Bauern, besonders der werktätigen Bauern, hat es verstanden, seinen Verpflichtungen gegenüber der Bevölkerung nachzukommmen. Dieses gelang ihnen auf Grund ihrer pflichtbewußten Einstellung zur Friedenspolitik unserer Regierung und fort-schrittlichen Wirtschaftsführung ihren Betriebes. Wie durch wiederholte Kontrollen festgestellt wurde, führt die Bewirtschaftung IhresBetriebes nicht zu diesem groben Ziel. Die Folge hiervon ist, daß Sie bereits jetzt schonbei Anfang des Jahres 1952 Ihren Ablieferungsverpflichtungen nicht termingemäß nachge-kommen sind. Dieser Zustand ist zum größten Teil auf -Ihre persönliche Haltung undInteressenlosigkeit zurückzuführen. Auch Sie sind gegenüber dem Volke ganz besondersverpflichtet die Voraussetzungen in Ihrem Betrieb zu schaffen, die Ihnen die Gewährgeben. das bisher Versäumte schnellstens nachzuholen.Ich stelle Ihnen anheim, diese dringende Mahnung ernst genug betrachten zu wollen.Der Rat der Gemeinde ist beauftragt laufend über den Stand Ihrer Wirtschaft zu berichten. F.d.R gez. Braun Landrat
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1. Von den alten Familien zu Mestlin, Güstrow 1938 (Kurzfassung der Chronik zu Mestlin des Pfarrers Buchholz von 1785) 2. Mecklenburg zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, Dr. Schnell, Güstrow, 19073. Deutsche und slawische Einflüsse in der Dobbertiner Kulturlandschaft, Franz Engel, Kiel, 19344. Kapitalistische Bauernbefreiung, G. Moll, Verlag Hinstorff, Rostock, 19685. Vererbpachtung ohne Bauernlegen, Prof. Dr. G. Moll in"MecklenburgMagazin", Beilage der SVZ, April 19946. Berichte von Landsleuten7. Karten von Ruest und Mestlin des Landeshauptarchivs in Schwerin 8. Mecklenburgisches Urkundenbuch, Urkunden Nr. 7583 (1352),7875 (1354),9542 (1366)
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